„100 Meilen TorTour de Ruhr 2018“ – „Wie mein bisheriges Läuferleben endet … „

Die TorTour de Ruhr 2018, oder anders gesagt:
„Wie sich mein Läuferleben seit meinem zweiten 100 Meiler grundlegend ändert.“
Die 100 Meilen (161 km) bei der TorTour de Ruhr sind und bleiben vorerst meine längste Laufstrecke, welche ich bis dato bestritten habe.
Meine Frau Merle und ich haben das Abkommen, dass ich die 100 Meilen unter 24 Stunden schaffen muss,
damit ich mich für die lange Distanz von 230 km bewerben darf.
Dieses mal sollte die TTdR (TorTour de Ruhr) für mich etwas ganz besonderes werden. Beim letzten mal hatte ich Manni als Radbegleitung dabei und dieses mal sollte ich auf der Laufstrecke auf mich allein gestellt sein.
Ich hatte mir ausgesucht, dass meine Frau Merle und unsere Freundin Jarste mich als Autobeleitung supporten und ich mich auf der Laufstrecke allein durchschlage.
Ich wollte es als Training für kommende Läufe nehmen, damit ich weiß wie es sich anfühlt, auf sich allein gestellt zu sein. Ich dachte mir, gibt es einen besseren Ort zu lernen des Nachts zu laufen und sich nur mit sich selbst zu beschäftigen, als den Ruhrtalradweg bei der TTdR?!
Man ist größten Teils auf sich allein gestellt und hat dennoch die Möglichkeit alle paar Kilometer auf seine Crew zu treffen.
Für den Einstieg – Perfekt.
Vor´m Start und auf der Strecke habe ich viele bekannte Gesichter gesehen und die TTdR ist wie ein kleiner Familientreff. Der Kreis der Ultraläufer ist im Vergleich zu den Marathonläufern nicht ganz so groß und man trifft immer wieder die
„üblichen Verdächtigen“ auf den Strecken.
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Genau „dieses“ ist der Erste Punkt“ meiner Veränderung.
Ich muss gestehen, dass ich den meisten Teil der Strecke zwar allein gelaufen bin, aber mich einen großen Teil immer wieder in Begleitung anderer Läufer befunden habe.
Sei es beim Prolog, des Nachts oder aber auch zum Ende hin.
Es gab immer wieder Passagen, mal länger mal kürzer, in denen man gemeinsam Kilometer gut machte.
Die „Gemeinschaft“, welche bei diesem Lauf herrscht, ist für mich der „Zweite Punkt“,
welche mich über mein bisheriges Läuferleben, nachdenken lässt.
Sei es, dass sich andere Teams und Läufer um mich kümmerten, wenn ich mal nicht mehr so frisch unterwegs war, oder aber auch, dass sich mein Team um andere kümmerte, welche unseren Weg kreuzten.
Bei welchen Marathon der Welt herrscht so ein Zusammenhalt wie bei diesem Ultra?
Ich hatte während des Laufes einige Zeit, mir darüber Gedanken zu machen, ob mein Läuferleben, welches mir bis jetzt viel Spass gemacht hat, mir auch weiterhin Freude bereiten würde, jetzt wo ich ganz neue Facetten des Sportes kennengelernt habe.
Ich begann zu grübeln und es in Frage zu stellen …
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Kurzum, ich habe die 24 Stunden bei weitem überschritten und werde in zwei Jahren wieder bei der mittleren Distanz starten um die Zeit zu knacken, dennoch war mein zweiter Lauf über die 100 Meilen für mich im wahrsten Sinne des Wortes,
„ein Meilenstein“ in meiner Laufkarriere.
Zuhause angekommen und nachdem ich jetzt ein paar Nächte drüber schlafen konnte, habe ich einen Entschluss gefasst:
„Mein Läuferleben, wie es bis jetzt stattgefunden hat, ist vorbei.“ 
Mir ist mittlerweile klargeworden, dass es ein Leben jenseits des Marathon gibt. Sicherlich werde ich den ein oder anderen Stadtmarathon noch bestreiten, aber ich bin die Häuser und die Strassen, welche in jeder Stadt gefühlt die selben sind, leid.
Ich habe Blut geleckt „abseits“ der Stadt, in der Natur und auf den Trails mein neues Leben zu beginnen.
Es gibt so viele „schöne“ Landschaften und Läufe in Deutschland, welche es zu erkunden gibt.
Das ist für mich der „Dritte Punkt“ und der entscheidende.
Ich möchte meinen Spass am Läuferleben zurück und werde mich dementsprechend umorientieren.
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Das Jagen nach Bestzeiten wird es sicherlich noch ab und an mal geben, denn ganz abstellen kann und will ich es nicht, aber mein Hauptaugenmerk ist jetzt, die schönen Läufe zu finden und mit „Freunden und Freude“ die kommenden Laufveranstaltungen zu absolvieren.
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Helgoland Marathon 2017

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Am 06.05. rief die Insel uns zum erneuten Umrunden. Dieses mal habe ich meine Familie eingepackt und wir haben das Wochenende für einen Kurzurlaub genutzt. Donnerstags sind wir bei stürmischer See angereist und nachdem wir alle Sachen verstaut haben, ging es auf zur Streckenbegehung.

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Freitags trudelten dann die meisten Läufer ein, unter anderem auch Dirk mit Heike und Vivien, mit denen wir uns zum gemeinsamen Abendessen verabredet hatten.

Nach der Henkersmahlzeit sind wir dann noch in ein nettes Lokal (Cafe Hinrichs) gegangen und haben uns die erste Urkunde des Wochenendes verdient. Das erfolgreiche „Helgoländer Eiergrogtrinken“

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Wer mal auf der Insel ist, sollte unbedingt das Getränk probieren. Für uns gehört es nun zum Brauch dazu.

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Samstag morgen klingelte dann der Wecker und es war Marathonzeit. 5 mal um die Insel war der Plan und Dirk und ich beschlossen die 3:30 anzuvisieren. Da mein Training bis dato nicht sonderlich verlief (Moment mal, welches Training?), dachte ich mir, dass es zum Schluss hin haarig werden könnte.

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30 Kilometer schien es einigermaßen zu laufen, doch dann machten sich die nicht vorhandenen langen Trainingsläufe bemerkbar und ich musste Dirk ziehen lassen.

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Nach 3:42:03 Std. erreichte ich dann das Ziel und habe mir damit den 1. Platz in der AK M35 und den 28. Gesamtplatz gesichert.

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Somit hatte ich das Glück, die Insel erneut mit einer Trophäe verlassen zu dürfen. Der Besuch des Düsenjägers, war garantiert nicht das letzte Mal.

TorTour de Ruhr 2016

Meine 100 Meilen oder 161 harten Kilometer zur Kampfsau

Am 14.05.2016, nach 2 Jahren, war es endlich soweit. Ich hatte das große Glück von Jens zur TorTour de Ruhr auf die 100 Meilen Strecke eingeladen worden zu sein.

Als ich mich 2014 für die TTdR beworben hatte, stand meine Crew eigentlich schon fest, aber irgendwie sollte alles anders kommen als gedacht. Unsere Freundin Jarste wanderte nach Ägypten aus, die Schwester meiner Frau wird schwanger und legt den Termin ziemlich zeitgleich, womit mir noch 2 weitere Personen wegbröckelten. Die einzige Person, welche mir somit eisern zur Seite stand, war meine Frau.

Ca. 6 Monate vor dem Start habe ich bei Facebook den Ausfall meiner Crew verkündet und sollte damit einen Glückstreffer landen. Ron, das Oberhaupt der Pirates, hatte meine Verzweiflung mitbekommen und kurzerhand einen Aufruf an unsere Teamkollegen gestartet, dass ich Hilfe brauche und eine Radbegleitung für die Strecke suche. Mit mal kamen SOFORT mehrere Kommentare von mir bis dato nicht persönlich bekannten Mitgliedern, welche Ihre Hilfe für Teilabschnitte anboten. Ich war überrascht und konnte nicht so ganz glauben, was in diesem Moment geschah. Ein Teammitglied braucht Hilfe und das ganze Team ist in Aufruhr.

DANN KAM MANNI.

Kein Mann vieler Worte, sondern kurzes Fakten abchecken.

„WANN? WO? STRECKE? – *Kalender-Check* PASST! Bin die ganze Strecke dabei“

Was soll ich sagen, ich war überwältigt. Manni und ich kannten uns vom Fisherman´s StrongmanRun 2014 am Nürburgring und durch ihn bin ich bei den Pirates gelandet. Somit stand meine Radbegleitung fest und ich war um eine ganze Ecke erleichtert. Als Auto-Crew stand meine Frau vom Anfang an fest und als Unterstützung ist im Endeffekt dann mein Schwiegervater mit eingesprungen. Die Crew steht.

Metro-Group Düsseldorf Marathon

Am 24.04.2016 stand der Metro-Group Marathon in Düsseldorf auf meinem Plan.

Morgens um 8 Uhr wartete ich vergeblich bei 3 Grad auf die S-Bahn, welche leider nicht kommen wollte. Was macht man dann? RICHTIG, LAUFEN. Kurzerhand mal eben die Straßenkarte gecheckt und dann ab die 3 Kilometer Richtung Start zu Fuss bewältigen.

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Angekommen wollte ich dann erstmal das Dixi aufsuchen und wurde das erste mal in meiner Laufzeit drauf hingewiesen, dass ich mich bitte in eine andere Schlange einreihen möge, denn dieses sind die Toiletten der Top-Athleten.

Okay, die Dame kannte mich nicht, also sei Ihr verziehen.

Im Startblock wurde mir dann klar, dass die 3:28 die meine Frau mir mit den Worten: „Du kannst Laufen wie Du möchtest, aber nach 3:28 fährt das Auto ab …“ auferlegt hat doch ziemlich gewagt sind. Naja, egal, auf geht’s.

Nach ca. 3 km wurde ich, auf Grund meines Buffs, von Eik, einem mir bis dato völlig unbekanntem Mitläufer, auf die TorTour de Ruhr angesprochen da er dort auch starten wird. So kamen wir ins Gespräch und das für ungefähr die nächsten 35 km.

4 km vor Schluss musste ich Eik dann ziehen lassen, da er einfach noch mehr Reserven hatte und ich mein Tempo einfach in Ziel laufen wollote, da die 3:28 gut im Kurs lagen.

Nach 3:21:42 erreichte ich dann auch die Ziellinie und somit hatte ich sogar noch ein bisschen Spielraum zum Duschen, bevor das Auto fuhr.

Ein voller Erfolg !!!

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6h Lauf Münster

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Am 12.03.2016 war es wieder soweit. Christian Pflügler hat zum 7. 6h-Lauf Münster geladen. Also hab ich am Vorabend meine Tasche gepackt, den Wecker gestellt und bin früh ins Bett. Morgens um 5 Uhr rasselte es dann und somit ging ein gewohnter Sonntag seinen Gang.

Um 8:30 Uhr in Münster angekommen, traf ich bereits beim Aussteigen aus dem Auto den ersten Bekannten, denn Dirk kam quasi zeitgleich mit uns an. Dann ging es Richtung Startnummernausgabe. Nachdem die kurze Schlange rasant abgearbeitet war, sind die nächsten üblichen Verdächtigen aufgetaucht. Allen einmal fix Hallo gesagt, die restlichen Klamotten im Auto verstaut und dann ging es zum Startbereich.

Dort habe ich dann schon im Vorfelde meinen Verpflegungsbecher gesucht um mir den Standort einzuprägen und die erste Füllung vorzunehmen. Kurze Zeit später fiel dann auch schon der Startschuss und es ging auf den 2,126 KM langen Rundkurs.

Heute sollten 2 Weltrekorde aufgestellt werden. Einmal mit dem größten Teilnehmerfeld bei einem 6h Lauf, dies ist mit 477 Startern geglückt und einmal mit den meisten Finishern eines Utras von mindestens 45 KM, das bedeutet 22 Runden. Da 351 Läufer 45 KM oder mehr erreicht hatten, ist auch dieser Weltrekord eingefahren.

Die 6 Stunden durchzulaufen war mein primäres Ziel und somit ging es in einem recht ruhigen 6er Pace los. Da Dirk heute 3 Stunden bzw. 30KM laufen wollte, war es somit klar, dass wir die ersten 3 Stunden gemeinsam die Strecke erkunden. Im Vergleich zum Vorjahr fand der Lauf dieses mal nicht in der Lützow Kaserne, sondern in der Speicherstadt statt. Kopfsteinpflaster wollte dieses mal bezwungen werden und dieses war, dank der Hoka die ich von Rolli dem Dealer hatte, auch kein Problem.

Dirk Ich - Sonja Kley                                                 (Foto: Sonja Kley)

Wie sich rausstellte hatten Dirk und ich nicht nur denselben Laufschritt, sondern auch die selbe Taktzahl in Sachen „Ruf der Natur“. Somit konnten wir selbst die Pinkelpausen gut timen und sind die 3 Stunden zusammen durchgelaufen.

Dirk Ich 1 - Sonja Kley                                           (Foto: Sonja Kley)

Da meine Polar V800 zum ersten mal seitdem ich sie besitze das GPS-Signal öfter verloren hatte, war ich ohne Paceüberwachung unterwegs und lief somit mal wieder ganz nach Gefühl. Sollte man auch öfter mal machen, habe ich wieder festgestellt.

Ca. 30 Minuten vor dem Ende kam meine Frau mit meiner Schwägerin vom Shoppen zurück und ich wurde mal wieder motiviert nochmal alles zu geben. Da ich noch Luft hatte und das Ziel absehbar war, wurde die Taktzahl dann nochmal um einiges erhöht.

Die letzten 3 KM lief ich dann in einer 4:30 Pace und holte nochmal sämtliche Kräfte zum Vorschein. Beim Schlusspfiff hatte ich mein Ziel erreicht. Die 6 Stunden gingen ohne Gehpausen (außer bei der Verpflegungsstelle) gut vorüber.

Meine Uhr zeigte mir zwar über 60 KM an, aber da sie ja Aussetzer hatte und Pinkelwege nicht gewertet werden, das wäre doch mal ne Idee :), sind es dann doch „nur“ 59,450 KM geworden.

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Im Endeffekt bin ich vollkommen zufrieden und komme nächstes Jahr gerne wieder.

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Spiridon Hochwald Marathon

Am 05.09. stand mein erster Marathon mit über 700 Höhenmetern auf dem Plan. Da unsere Freundin Mel uns eingeladen hatte das Wochenende bei Ihr zu verbringen, sind meine Frau und ich bereits am Donnerstag angereist, da unsere Fahrtzeit ca. 6 Std betrug.

Nachdem ich Freitag den Shopping-Marathon der Frauen überstanden habe, ging es dann Samstag auf zum Spiridon Hochwald-Marathon. Vorm Start habe ich dann noch Robert getroffen, der mindestens genauso gut gelaunt war wie ich, obwohl das Wetter zu wünschen übrig ließ.image

Nachdem wir im Nieselregen gestartet sind, mussten wir nur eine halbe Stunde dieses Wetter über uns ergehen lassen, bis es ein wenig aufklarte und es trocken blieb. Die ersten 30 KM überstand ich besser als ich es gedacht hätte, denn die Trail-Strecken an den Hängen des Rösterkopfes war für mich ein Terrain, welches ich bei uns im hohen Norden so noch nicht kennengelernt habe.

Leider lief es dann ab Km 30 nicht mehr so gut, denn mein Knie war diese ungewohnte Belastung nicht gewohnt, so dass ich die Auf- und Abstiege gezwungen war das Tempo raus zu nehmen und zu gehen, anstatt zu laufen.

Nach 4:17:40 erreichte ich dann als 5. in meiner Altersklasse und 32. insgesamt das Ziel und konnte mir grade noch etwas zu trinken schnappen, bevor auch Robert kurz danach einlief.image

Nach dem Zieleinlauf wurden mir dann noch einige Trainings-Tips verraten, so dass ich sicher bin, den nächsten Lauf mit mehreren Höhenmetern besser zu überstehen. Alles in allem, war es aber ein erfolgreicher Lauf.

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Umfrage zur Streckenführungsplanung am PC für Polar V800

Hier möchte ich Euch bitten Eure Stimme abzugeben um zu sehen ob ich der einzige bin, dem die Streckenplanung am PC fehlt.

Vielen Dank für Euer mitwirken.